Die Rocky Mountains: Was das Gebirgsmassiv zur idealen Urlaubsdestination macht

Jeder kennt die sagenumwobenen Rocky Mountains, das 4000-5000 Kilometer lange Gebirgsmassiv, das sich vom US-Bundesstaat New Mexico bis nach Kanada erstreckt. Das Bergmassiv kann aufgrund seiner enormen Größe und der geographischen Lage im Herzen Nordamerikas eine enorme Vielfalt in der Flora und Fauna, aber auch beim Wetter und der Kultur aufweisen. Die Rocky Mountains werden für viele Touristen in Europa zunehmend interessanter, trotzdem fragen sich immer noch viele Menschen: Warum genau sind die „Rockies“, wie sie von den Amerikanern genannt werden, so beliebt? Was macht die Rocky Mountains zur idealen Ferien- und Urlaubsdestination?

Sport und Bewegung in der Natur

Die Rocky Mountains locken mit vielen Sportarten, die sich in den Hängen, Tälern und Ebenen des Gebirges ausüben lassen. Das ist im Sommer primär wandern, aber auch Kanu fahren, Canyoning, Rad fahren, Jagen und Klettern. Sogar Schwimmen ist für etwas hartgesottenere Leute möglich, denn das Gebirgsmassiv hat dutzende Seen und Teiche zu bieten. Im Winter lockt die in weiten Teilen unberührte Schneelandschaft zum Ski fahren, Snowboarden, Langlaufen, Rodeln  und Eis laufen. Hütten und Raststationen geben auch ohne Zelt die Möglichkeit, tagelang wandern zu gehen.

Ein großes kulturelles Erbe

Die Rocky Mountains sind seit der Besiedelung Amerikas eine Zieldestination für die Bergbauindustrie gewesen. Einzelne Mineraliengräber, aber auch kleine bis mittelgroße Bergbauunternehmen fingen an in den Rockies zu graben. Durch den Fund von Gold in Colorado wurden die Rockies für die weißen Einwanderer immer interessanter, Fallensteller, Jäger und große Tierfeldunternehmen fingen an, das Gebirgsmassiv im großen Stil kommerziell zu nutzen. Indianerstämme wie die Apachen nutzten die Regionen ebenfalls für die Jagd, zogen sich aber nach erbitterten Kämpfen mit den Mineralien- und Tierfellfirmen zurück.

Das Gebirgsmassiv steht wie kein Zweites für die Besiedelung Amerikas, den Ausbau des Infrastrukturnetzes und den Fortschritt in der Kolonialzeit. Auf den vielen Wanderwegen und Pfaden kann man den Geist der damaligen Zeit auf sich wirken lassen, der damals wie heute so viele Menschen in die Rocky Mountains gezogen hat.

Nationalparks und Artenvielfalt in den Rocky Mountains

Der bedeutendste Aspekt der Gebirgsregion ist trotzdem wahrscheinlich die Natur und Landschaft. Kaum ein anderes Gebirgsmassiv kann so viele unterschiedliche Landschaftsformen aufweisen wie das der Rocky Mountains. Trotz der großen kommerziellen Nutzung in der Vergangenheit und teils auch noch heute durch den Bergbau, ist die Artenvielfalt überwiegend erhalten geblieben. Bereits 1872 wurde der Yellowstone-Nationalpark gegründet, ein Nationalpark der als Schutzgebiet für Indianer dienen sollte und weltweit der erste seiner Art war. Besonders spektakulär in dem Park sind die vielen heißen Thermalquellen und Geysire, die durch die dünne Erdschicht der magmatisch aktiven Region aus der Tiefe dringen.

Viele Bergsteiger schätzen die Rockies aufgrund ihrer zahlreichen relativ hohen Berge. Der Mount Elbert mit einer Höhe von 4401 Meter ist der Höchste unter ihnen. Berge wie er locken tausende Bergsteiger an, noch beliebter ist allerdings das Wandern in den Tälern und niedriger gelegenen Gebieten der Nationalparks. Neben dem Yellowstone-Park ist auch der nach dem Gebirge benannte Rocky Mountains National Park sehr beliebt. Dieser bietet neben einem gut ausgebauten Netz an Wanderwegen auch zahlreiche Campingplätze an.